Die RP-Turf Varianten sind nicht das Kunstgras, das auf Anhieb als Ersatz von Naturrasen in Betracht kommt. Viele Privatleute denken [zu Unrecht] immer noch, dass dies die einzigen Kunstgräser seien, die es gibt - inzwischen wurden aber viele weitere Sorten entwickelt. Die Fasern sitzen hier dicht aneinander getuft und werden kurz abgeschnitten, daher ist es eindeutig einfach ein textiler Bodenbelag, der eben grün aussieht. Die Gräser werden durchgehend mit Quarzsand eingestreut - dieser muss ofengetrocknet sein, um genug eindringen zu können. Die niedrige Mattenhöhe lässt die meisten Varianten sich widerspenstig und scharf anfühlen. Es liegt auf der Hand, dass diese Gräser wenig kinderfreundlich sind, wogegen sie z.B. für Hunderennen einen sehr verschleißfesten Untergrund darstellen. Ursprünglich kommen sie aus der Sportwelt, wie z.B. beim Minigolf oder auf Tennisplätzen mit eingetufteten weißen Linien. Dennoch sind auch zahlreiche andere Einsatzvarianten möglich: Besonders geeignet sind sie für Parkflächen und Auffahrten, eventuell eingestreut mit feinstem Gummigranulat an Stelle von einfachem Quarzsand. Weiterhin eignen sie sich hervorragend für ästhetische Lösungen wie bei der Gestaltung von Flachdächern und Terrassen, die selten betreten werden [dann ist auch kein Einstreumaterial erforderlich].